Landwirtschaft

Solidarische Landwirtschaft – sich die Ernte teilen

Der Kattendorfer Hof zählt zu den Pionieren der Solidarischen Landwirtschaft.

Der Hof in der Nähe von Kaltenkirchen produziert in demeter Qualität frische, vielfältige, saisonale, und regionale Nahrungsmittel

Gabriele Foth berichtet darüber, wie Verbraucherinnen und Verbraucher mitmachen können.

Ein Konzept der Zukunft

Wie kann heute angesichts des globalen Super-Marktes eine bäuerliche, vielfältige Landwirtschaft erhalten bleiben, die gesunde, frische Nahrungsmittel erzeugt und außerdem die Natur- und Kulturlandschaft pflegt?

Bei Solidarischer Landwirtschaft werden die Lebensmittel nicht mehr über den Markt vertrieben, sondern fließen in einen eigenen durchschaubaren Wirtschaftskreislauf, der von den Verbraucher:innen mit organisiert und finanziert wird.

Solidarische Landwirtschaft fördert und erhält eine bäuerliche und vielfältige Landwirtschaft, stellt regionale Lebensmittel zur Verfügung und ermöglicht Menschen einen neuen Bildungs- und Erfahrungsraum.

Menschen die in der Landwirtschaft arbeiten, haben meist nur die Wahl entweder die Natur oder sich selbst auszubeuten. Ihre Existenz hängt von Subventionen und  Markt- bzw. Weltmarktpreisen ab. Beides sind Faktoren, auf die sie keinen Einfluss haben und die sie häufig zwingen, über ihre persönliche Belastungsgrenze sowie über die Belastungsgrenzen von Böden und Tieren hinaus zu gehen. Oder im schlimmsten Fall: Ganz aus der Landwirtschaft auszusteigen. Auch der ökologische Landbau ist von diesem Mechanismus nicht ausgenommen.

Solidarische Landwirtschaft ist eine innovative Strategie für eine lebendige, verantwortungsvolle Landwirtschaft, die gleichzeitig die Existenz der dort arbeitenden Menschen sicherstellt und einen essenziellen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leistet.

Die ganze Landwirtschaft – nicht das einzelne Lebensmittel – wird finanziert

Konkret handelt es sich dabei um einen Zusammenschluss von landwirtschaftlichen Betrieben oder Gärtnereien mit einer Gruppe privater Haushalte.

Erzeuger:innen und Verbraucher:innen bilden eine Wirtschaftsgemeinschaft, welche auf die Bedürfnisse der Menschen abgestimmt ist und die natürliche Mitwelt berücksichtigt.

Auf Grundlage der geschätzten Jahreskosten der landwirtschaftlichen Erzeugung verpflichtet sich diese Gruppe, jährlich im Voraus einen festgesetzten (meist monatlichen) Betrag an den Solawi-Betrieb zu zahlen.

Hierdurch wird dem:der Erzeuger:in ermöglicht, sich unabhängig von Marktzwängen einer guten landwirtschaftlichen Praxis zu widmen, den Boden fruchtbar zu erhalten und bedarfsorientiert zu wirtschaften.

Die Abnehmenden erhalten im Gegenzug die gesamte Ernte sowie (sofern der Solawi-Betrieb diese herstellt) weiterverarbeitete Erzeugnisse, wie z.B. Brot, Käse etc.. Der persönliche Bezug macht die gegenseitige Verantwortung bewusst. Die Verbraucher:innen erleben, wie ihre Ernährungsentscheidung nicht nur die Kulturlandschaft gestaltet, sondern auch soziales Miteinander, Naturschutz und (Arten-)Vielfalt bewirkt und so eine zukunftsfähige Landwirtschaft ermöglicht..

Wesentlich ist also, dass eine Gruppe die Abnahme der Erzeugnisse garantiert und die Ernte bzw. alles, was notwendig ist, um diese zu erzeugen, vorfinanziert. Alle teilen sich die damit verbundene Verantwortung, das Risiko, die Kosten und die Ernte.

Anmeldung

Solidarische Landwirtschaft – sich die Ernte teilen Read More »

Der Boden ist unser Schatz – Aktion Kulturland stellt sich vor

Der Hamburger Studienzirkel “Nachhaltige Geldanlagen” ist gewissermaßen die Wiege unseres Vereins. Deshalb weisen wir gern auf diese Veranstaltung hin.

Seit 1988 fördert die Aktion Kulturland mit unserer Arbeit die Verbindung von Landwirtschaft und Ökologie auf Höfen. Sie unterstützt eine naturschützende Landbewirtschaftung, die zur Wiederherstellung von Naturzusammenhängen, zur Vergrößerung der Artenvielfalt und zur Neugestaltung der Landschaft aktiv beiträgt.

Der Erwerb land- und forstwirtschaftlicher Nutzflächen dient als Grundlage für die Entwicklung von Kulturlandschaften und sichert den Boden für zukünftige Generationen.

Mittlerweile gehören neun Kulturlandhöfe in ganz Deutschland zur Stiftung der Aktion Kulturland und werden auf verschiedenste Weise ökologisch bewirtschaftet.

Mehr über aktuelle Möglichkeiten, Chancen und Herausforderungen erfahren wir im Vortrag der Aktion Kulturland

Der Boden ist unser Schatz – Aktion Kulturland stellt sich vor Read More »

Ackerland in Bürgerhand – aus gutem Grund – BioBoden Genossenschaft

Der Hamburger Studienzirkel “Nachhaltige Geldanlagen” ist gewissermaßen die Wiege unseres Vereins. Deshalb weisen wir gern auf diese Veranstaltung hin.

Im Mittelpunkt steht der Vortrag der BioBoden Genossenschaft

Ackerland in Bürgerhand – aus gutem Grund

Dem ökologischen Landbau den Boden bereiten:
Die Arbeit der BioBoden Genossenschaft
Referent: Jasper Holler

Ackerland in Bürgerhand – aus gutem Grund – BioBoden Genossenschaft Read More »