Kryptowährungen und ihr Umfeld – wem nützt der Hype?

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„Sie locken offenbar gezielt jüngere Verbraucher, zum Beispiel mit einem vielversprechenden Investment rund um die neuen Kryptowährungen“, sagt Wolf Brandes von der Verbraucherzentrale Hessen.

Deshalb macht es Sinn, den Hype um Bitcoin & Co. genauer unter die Lupe zu nehmen.

Wem nutzt der Hype?
Wer trägt die Risiken?
Wie ist die Umweltbilanz des „Schürfens“ von Kryptowährungen?

Kooperation des Hamburger Studienzirkels Nachhaltige Geldanlagen mit VenGa e.V.

am Mittwoch, den 28. November 2018 um 18 Uhr
bei Hildegard Lüning
Heilholtkamp 60, 22297 Hamburg
(fünf Gehminuten von der U1-Haltestelle Sengelmannstraße)

Referent:
Gerhard Bissinger, Vorstand und Gründer der Social Business Stiftung und Fördermitglied von VenGa e.V.

Nochmals ein Zitat aus dem Marktwächter der Verbraucherzentrale Hessen

„Die damit einhergehenden Risiken reichen bis zum Totalverlust des angelegten Geldes. Zudem beobachten wir schon seit längerem, dass zwielichtige Anbieter besonders in Sozialen Medien aktiv sind. Sie locken offenbar gezielt jüngere Verbraucher, zum Beispiel mit einem vielversprechenden Investment rund um die neuen Kryptowährungen. Dahinter stecken aber oft mehrstufige Vergütungspläne, die vermutlich Schneeballsysteme sind – oder das investierte Geld ist am Ende einfach weg und der Anbieter nicht mehr erreichbar. Wir haben vor diesen Maschen schon mehrfach gewarnt.“

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Finger weg von Bitcoin-Investments

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1) Welcher Wert hat wohl diese Tulpe ?
2) Wie viele Spam-Mails über die vermeintliche Wunderanlage Bitcoins mußten Sie in dieser Woche schon löschen ?

Verbraucherschützer warnen schon länger vor dem Bitcoin-Markt. Doch das Ausmaß, mit der aktuell die Gier und Unwissenheit von Anlegern ausgenutzt wird, mit dem windige „Berater“ ihre Konstrukte an Anleger zu vertickern, erinnert fatal an das Tulpenfieber

Ende des 16. Jahrhunderts erreichten Tulpen völlig irrationale Bewertungen. Dann jedoch platzte die Bewertungsblase abrupt – und viele Anleger waren um ihr Hab und Gut gebacht. Auch heute setzt bei s manchen Anlegern der Verstand aus, wenn über den angeblichne Zauber der Bitcoins fabuliert wird.

Deshalb warnt die Finanzdienstleistungsaufsichtsbehörde BaFin eindringlich vor den hohen Risiken für Privatanleger.

Noch einen Schritt weiter geht Wirtschafts-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz. Er fordert Kryptowährungen zu verbeiten, weil sie „keinerlei sinnvolle soziale Funktion erfüllen“

Fazit:
Wer gern zockt, kann auf Pferde wetten oder Roulette spielen – und neuerdings auf Bitcoins setzen. Wer indes als Privatanleger eine seriöse Geldanlage wünscht, für den gilt: Finger weg !