Hamburger Handelskammer sagt der Kohle „Tschüss“

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Die Hamburger Handelskammer neuerdings als Vorbild!

Diese altehrwürdige Institution geht offensichtlich neue Wege: mit Beschluss vom 19.12.2017 setzt die HK einen Meilenstein für Kohle – Divestment:

Kammer-Kohle aus der Kohle!

Bis zum 31.03.2018 wird die HK alle Unternehmen aus dem Wertpapiervermögen ausschließen, die mehr als 30% ihres Stroms aus Kohle beziehen, sowie die größten Kohleproduzenten und Unternehmen, die den Bau von großen Kohlekraftwerken planen. Damit setzt die HK die Divestment Strategie der NGO urgewald konsequent um. www.coal-exit.org

Der gemeinnützige VenGa e.V. – Verein zur Förderung ethisch-nachhaltiger Geldanlagen – gratuliert der Handelskammer Hamburg zu dieser historischen Entscheidung!
„Weil Hamburg die Folgen des Klimawandels besonders stark spürt, ist es ein starkes Signal, dass keine Hamburger Handelskammer-Gelder mehr in Klimakillern versenkt werden“, freut sich VenGa-Vorstand Martin Nieswandt. Andreas Enke, Co-Vorstand von VenGa e.V. hat als Mitglied des Plenums der Handelskammer und des Innenausschusses gemeinsam mit Matthias Ederhof erfolgreich dafür gekämpft, dass die Handelskammer Hamburg aus der Kohle aussteigt.

Urgewald-Kohle-Campaignerin Christina Beberdick: „Der Schritt hat Vorbildcharakter für alle weiteren Handelskammern und andere öffentlich-rechtliche Institutionen, aber auch für die Anlagepolitik von Städten, Ländern und vom Bund. Sie müssen aufhören, das Altersvorsorgegeld ihrer Beschäftigten in Firmen zu stecken, deren Geschäft zur Klimaerwärmung für künftige Generationen beiträgt.“

Dem können wir uns als Verein nur anschließen!

Neues aus dem Bereich der Green Bonds

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Unter der Überschrift „Neues aus dem Bereich der Green Bonds“ möchte ich in regelmäßigen Abständen etwas über diese speziellen Anleihen erzählen oder erzählen lassen. Der Blog stellt keine Kaufempfehlung und keine Anlageberatung dar. Er hat vielmehr das Ziel, den Leser dieses interessante, aber noch unbekannte Segment der Wertpapiere näher zu bringen.
Denn hier werden konkrete, meist ökölogische Projekte finanziert.

Dieses Mal möchte ich Dr. Stefan Klotz, Fondsmanager des  „Green Bonds Impact Fonds“ zitieren:

„Madrid oder Mailand? Hauptsache: Italien!“

Mit Andreas Möllers Satz für die Ewigkeit kommen wir zu unserem Thema des Monats. Die italienische Staatseisenbahn FS (gesprochen „Effe Esse“) hat nämlich ihren ersten Green Bond aufgelegt und war auch damit schneller als die Deutsche Bahn. Hierzulande denkt man bei italienischen Zügen eher an schnaufende Museumsstücke und an Fahrpläne, die nur zur Folklore ausgehängt werden. Doch der „Rote Pfeil“ (für Zugliebhaber ganz genau: der ETR 1000, liebevoll „Frecciarossa“ genannt) zwischen Mailand und Rom ist derzeit der schnellste Zug Europas!

„Hauptsache Italien!“ Herr Möller hatte es wohl geahnt!

Erfreulich: auch die grüne Premieren-Anleihe macht einen schicken Eindruck, und das keineswegs nur auf den ersten Blick. Der Green Bond soll neben neuen Regionalzügen auch zusätzliche Exemplare eben jenes roten Hochgeschwindigkeitspfeils finanzieren, der seit 2016 komfortablere und schnellere Mobilität mit hohen Umweltansprüchen auf die Schienen bringt, mit neuen Lösungen für Energieeffizienz, umweltschonenden Materialien und durchdachtem Recycling. kanne

Zugegeben: Der „Rote Pfeil“ verbraucht aufgrund seiner deutlich höheren Geschwindigkeit etwa 30% mehr Energie als sein Vorgänger. Doch wir folgen der Argumentation der FS, dass die Schnelligkeit den entscheidenden Faktor darstellt, um den Schienenverkehr über die derzeitigen 5% Marktanteil zu heben und im Passagierverkehr relevanter werden zu lassen.

Konkret: Ein Hochgeschwindigkeitszug ist ökologisch immer noch deutlich besser als ein Automobil der Oberklasse mit Verbrennungsmotor.

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Wohin wandern Deine Kröten?

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